Gesundheit

WHtR – die bessere Alternative zum BMI

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WHtR (Waist-to-Height Ratio) ist ähnlich wie der BMI ein Index um den Grad des Übergewichts festzustellen. Hierbei wird der Bauchumfang im Verhältnis zur Körpergröße gemessen. Hier spielt also nicht mehr das Gewicht eine Rolle, sondern die Fettverteilung.

Warum der BMI nicht mehr zeitgemäß ist

Der BMI ist weitaus prominenter als der WHtR. Wer hat ihn nicht schon mal selber von sich ausgerechnet. Oft wird er auch als Referenzwert für gesundheitsbezogene Richtwerte herangezogen. So spielt er zum Beispiel bei der Verbeamtung bei Übergewicht eine große Rolle. Auch bei der privaten Krankenkasse wird ein Risikozuschlag bei zu hohem BMI berechnet.

Allerdings kam der BMI in letzter Zeit in Verruf. Mehrere Studien haben erwiesen, dass ein hoher BMI nicht zwangsläufig eine höheres Krankheitsrisiko bedeuted.
Das liegt daran, dass es „gutes“ und „schlechtes“ Fett gibt. Eine hohe Fettverteilung am Bauch (Apfelfigur) erhöht das Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen. Hat sich das Fett aber eher am Po und Oberschenkel angesetzt, hat das statistisch gesehen keine starke Auswirkungen auf die Gesundheit.

Daher ist der WHtR Index deutlich aussagekräfitiger, da er das Verhältnis zwischen Bauchumfang und Körpergröße berechnet.

WHtR messen

Hier kann man seinen WHtR wert messen: Gebe deine Werte in diese Mini-App ein

Wie messe ich meinen Bauchumfang

Der Bauchumfang wird in Höhe des Bauchnabels gemessen. Natürlich soll der Bauch nicht eingezogen werden. Einfach entspannt stehen und über die Lunge atmen.

Über den Autor

Kathrin

Kathrin

Mein Name ist Kathrin und ich bin 30 Jahre alt. Ich hatte 2010 zusammen mit Nele die Idee zu diesem Blog, weil wir unsere Erfahrungen zum Thema Übergewicht und Abnehmen mit anderen teilen wollen. Ich habe mir speziell vorgenommen, auch hinter die Kulissen der Abnehm- und Diätindustrie zu schauen. Welche Methoden bauen auf nachhaltige Konzepte auf, und wo wird Humbug getrieben.

4 Kommentare

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  • Hi Kathrin,
    ich würde beim BMI noch gerne ergänzen, dass es neben den „guten“ und „schlechten“ Körperfetten auch noch „gutes“ und „schlechtes“ Körpergewicht gibt. Muskulöse Sportler können beispielsweise trotz sehr wenig Körperfett einen sehr hohen BMI haben. Einfach deshalb, weil sie so viele Muskeln haben. Der WHtR berücksichtigt zwar auch nicht das Fett/Muskel-Verhältnis aber ist schon deutlich aussagekräftiger weil die wenigsten muskulösen Leute einen super dicken Bauch haben.
    Euren WHtR-Rechner finde ich übrigens sehr gelungen. Das ist nicht einfach ein plumpes HTML-Formular sondern es macht richtig Spaß, ihn zu benutzen.
    Viele Grüße
    Micha

  • Hi Micha,

    das freut uns natürlich, dass dir unser Rechner gefällt.

    Deiner Ergänzung zum Thema Muskeln stimmt voll und ganz. Ich werde bei Gelegenheit den Artikel noch ergänzen.
    Ich habe auch schon gelesen, dass es Studien gibt, die aufzeigen, dass Menschen mit erhötem BMI sogar eine bessere Lebenserwartung haben – eben die, die kein Bauchfett haben.
    Umso schlimmer, dass z.B. ein hoher BMI ausschlaggebend bei der Verbeamtung ist.

  • Hallo Babs,

    vielen Dank für deine Hinweise. Die Fehler habe ich natürlich korrigiert.

    Wir benutzen zur Berechnung des WHtR-Wertes eine Formel. Hier kann es gerade bei den Grenzwerten natürlich von Quelle zu Quelle immer wieder Unterschiede geben.

    Viele Grüße
    Kathrin

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