Adipositas Schlauchmagen

Schlauchmagen: Die Magenspiegelung

Magenspiegelung
Am 4. Mai ging es in die Adipositas - Klinik, um die Magenspiegelung vorzunehmen. Ich hatte im Hotel bei Kathrin übernachtet, die immer 3 Tage die Woche in München ist. Sie sollte mich auch am Nachmittag abholen, da ich nach der Magenspiegelung nicht selber fahren sollte. Ich fuhr mit dem Taxi hin und ich textete den armen Fahrer dermaßen zu, dass es mir im Nachhinein ganz schön peinlich war.. Hoffentlich treffen wir uns nicht so bald wieder :-) Gott sei Dank hatte ich schon um 8:30 Uhr den Termin- so dass ich nicht lange nüchtern sein musste.

Die  Magenspiegelung

Ich wurde im Wartezimmer zunächst von einer Anästhesistin zu verschiedenen Dingen befragt (hatte ich schon alles bei dem letzten Termin in ein Formular eingetragen). Da wurde ich etwas nervös, weil ich mir dachte „Die sind aber unvorbereitet!“. Dr. Kramer hatte mir gesagt, dass sie die Magenspiegelung bei mir unter Vollnarkose machen. Dies wußte die Ärztin aber nicht, meinte aber, dass er ja eh gleich komme und wir das mit ihm besprechen können.

Gott sei Dank musste ich nicht so lang warten und wurde dann in das Behandlungszimmer geführt. Da hatte ich dann ein Gespräch mit der Schwester. Ich fragte sie, ob ich mich irgendwie ausziehen muss. Sie meinte nein, aber nachdem ich von der Vollnarkose erzählte, sagte sie, dass in manchen Fällen, die Blase etwas „laufen lassen“ könnte. Deswegen zog ich mir einfach meine Jeans aus. Sicher ist sicher!

Meine Anspannung fiel etwas ab, als Dr. Kramer in den Raum kam. Er war wie immer sehr freundlich und als ich ihn auf seinen Fernsehauftritt am Tag zuvor ansprach wurde die Stimmung auch im Team lockerer. Er erklärte, dass wir eine Vollnarkose machen und dann ging es schon los. Ich bekam eine Maske aufs Gesicht gedrückt. Etwas fester, so dass ich kurz dachte „Hey, die drücken mir die Luft ab!“. Aber da war ich schon weg.
Das nächste was ich weiß ist, dass ich im Bett weggerollt wurde und ich zur Schwester meinte: “ Keine Sorge, ich mache mich ganz leicht!“. Sie lachte und ich fühlte mich zwar müde, aber wohl. Mein Hals tat etwas weh, als ich in den Aufwachraum geschoben wurde. Man sagte mir, dass das wegen des Intubationsschlauches noch 1-2 Tage so sein könnte. So war es dann auch.
Ich lag noch ca. 1 Stunde im Aufwachraum, danach bekam ich warmen Tee und etwas Zwieback. Zu meinem Entsetzen hatte ich schon ziemlich Hunger, aber die Schwester meinte, das wäre normal. Ich weiß noch, dass ich dachte „Hoffentlich ist es nach der nächsten Vollnarkose nicht so!“ Ich hatte schon Angst vor der Zeit nach der Magenverkleinerung. Wird es dann noch immer ein Hungergefühl geben? Muss ich leiden?
Das ist jetzt aber auch alles recht individuell gewesen. Der Ablauf einer Magenspiegelung ist bei nicht extrem übergewichtigen Patienten anders.

Ich wurde von Kathrin abgeholt und wir gingen gemeinsam etwas essen. Ich war eigentlich schon wieder fit, aber den Rest des Tages verbrachte ich dann im Bett.

Alles in allem war es alles recht locker. Ich würde jedem empfehlen, die Magenspiegelung dort zu machen. So habe ich schon etwas Alltag mitbekommen und ich bildete mir ein „Jetzt kennen die sich bei  mir schon etwas aus.“

Jetzt waren es nur noch 13 Tage bis zum Tag X. Die folgenden Wochen vergingen wie im Flug.

Bild: Christoph Droste / pixelio.de

Über den Autor

Nele

Nele

Mein Name ist Nele und ich bin 35 Jahre alt. Seit nun fast 25 Jahren bin ich dick. Anfangs war es noch Babyspeck, aber über die Jahre habe ich mich zu einer sehr übergewichtigen Frau entwickelt. Ich habe schon viele Diäten ausprobiert, aber nichts hat nachhaltig gewirkt. Ich berichte hier über meine Erfahrungen mit dem Leben als Dicke - nicht ohne mich selbst auf die Schippe zu nehmen :-). Gerade ist mein Hauptthema meine Schlauchmagen-OP, die vor 4,5 Jahren bei mir vorgenommen wurde.

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